Slide

COVID-19 Hilfsmaßnahmen im Überblick

Auch in Zeiten der Krise bietet kontool Unterstützung für Sie. Erfahren Sie hier wie:
Hilfe für Steuerberater
kontool und sevDesk
kontool und Sage

Um Unternehmen in der Corona-Krise zu unterstützen wurden von der Bundesregierung und den einzelnen Bundesländern diverse Kredit- und Hilfsmaßnahmen ins Leben gerufen. Die folgenden Maßnahmen haben keinen Anspruch an Vollständigkeit und sind unverbindlich, sollen aber einen Überblick über die Vielfältigkeit schaffen. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.
Bitte wenden Sie sich auch an rechtliche und/oder steuerliche Fachberater wie bspw. Steuerberater, um weiterführende Hilfe zu erhalten. Des Weiteren sollten Sie Ihre Maßnahmen schriftlich dokumentieren und möglichst früh kommunizieren.

KfW-Kredite

Zur Zeit ändern sich die Gegebenheiten sehr schnell. Wir wollen die ursprünglichen Maßnahmen dennoch nicht von dieser Webseite nehmen.

Seit 06.04.2020

Die KfW-Schnellkredite für den Mittelstand umfassen im Kern folgende Maßnahmen:

Unter der Voraussetzung, dass ein mittelständisches Unternehmen im Jahr 2019 oder im Durchschnitt der letzten drei Jahre einen Gewinn ausgewiesen hat, soll ein „Sofortkredit“ mit folgenden Eckpunkten gewährt werden:

  • Der Schnellkredit steht mittelständischen Unternehmen mit mehr als 10 Beschäftigten zur Verfügung, die mindestens seit 1. Januar 2019 am Markt aktiv gewesen sind.
  • Das Kreditvolumen pro Unternehmen beträgt bis zu 3 Monatsumsätzen des Jahres 2019, maximal 800.000 Euro für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl über 50 Mitarbeitern, maximal 500.000 Euro für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl von bis zu 50.
  • Das Unternehmen darf zum 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten gewesen sein und muss zu diesem Zeitpunkt geordnete wirtschaftliche Verhältnisse aufweisen.
  • Zinssatz in Höhe von aktuell 3% mit Laufzeit 10 Jahre.
  • Die Bank erhält eine Haftungsfreistellung in Höhe von 100% durch die KfW, abgesichert durch eine Garantie des Bundes.
  • Die Kreditbewilligung erfolgt ohne weitere Kreditrisikoprüfung durch die Bank oder die KfW. Hierdurch kann der Kredit schnell bewilligt werden.

Der KfW-Schnellkredit kann nach Genehmigung durch die EU-Kommission starten.

Link: https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Pressemitteilungen/Finanzpolitik/2020/04/2020-04-06-gemeinsame-pm-bmf-bmwi-kfw.html

Vor 06.04.2020

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterscheidet grundsätzlich in drei Arten für die Kreditvergabe:

a. Der KfW-Unternehmerkredit für Unternehmen, die länger als fünf Jahre am Markt sind.

b. Der KfW-Gründerkredit für Unternehmen, die mindestens drei Jahre am Markt sind.

c. Eine spezielle Form des KfW-Gründerkredits für Unternehmen, die noch jünger sind.

Den KfW-Unternehmerkredit für Unternehmen, die länger als fünf Jahre am Markt sind:

Den KfW-Gründerkredit für Unternehmen, die mindestens drei Jahre am Markt sind:

Die Kredite werden üblicherweise über die Hausbank und nicht bei der KfW direkt beantragt, wer über keine Hausbank verfügt, kann dieses über jede beliebige Geschäftsbank, Sparkasse oder Genossenschaftsbank durchführen. Alle weiteren Informationen gibt es bei der KfW unter:
www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Aktuelles/KfW-Corona-Hilfe-Unternehmen.html

Kredite und Zuschüsse der Bundesregierung und der Bundesländer

Die Bundesregierung hat ein 50 Milliarden Euro hohes Soforthilfe-Programm für Kleinunternehmen und Solo-Selbstständige aufgelegt, hier finden weitere Informationen: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Downloads/E/eckpunkte-corona-soforthilfe.pdf?__blob=publicationFile&v=4

Zusammengefasst:

  • Eine Einmalzahlung von bis zu 9.000 Euro für drei Monate erhalten Betriebe mit bis zu fünf Beschäftigten
  • Eine Einmalzahlung von bis zu 15.000 Euro für drei Monate erhalten Betrieb mit bis zu zehn Beschäftigten

Die Verfahren zur Antragstellung werden von den einzelnen Bundesländern (und teilweise deren Kommunen) übernommen. Dabei stocken die Regierungen der Bundesländer die Hilfen des Bundes teilweise noch zusätzlich auf und bieten eigene Hilfsprogramme an. Hier die Hilfsprogramme:

Mecklenburg-Vorpommern: https://www.lfi-mv.de/
Weitere finanzielle Entlastung durch Steuerstundungen

Das Bundesfinanzministerium teilt mit, dass von der Krise betroffene Unternehmen bis zum 31.12.2020 einen Antrag auf die grundsätzliche, zinsfreie Stundung aller im Jahr 2020 zu leistenden Steuerzahlungen stellen können. Die Finanzbehörden der Länder, die diese Steuern einziehen, sollen keine hohen Anforderungen zur Begründung der Anträge stellen. Diese Maßnahme betrifft die Einkommens- und Körperschaftssteuer sowie die Umsatzsteuer.

Des Weiteren kann das zuständige Finanzamt auf Antrag der Unternehmungen die Vorauszahlungen für Einkommens- und Körperschaftssteuer sowie die Messbeträge für Gewerbesteuer-Vorauszahlungen anpassen bzw. reduzieren. Hierfür muss das betroffene Unternehmen glaubhaft versichern, dass es durch die Coronakrise weniger einnehmen wird. Auf eine Vollstreckung von Steuerschulden soll ebenfalls bis Ende 2020 verzichtet werden.

Bitte halten Sie die Vereinbarungen mit dem Finanzamt schriftlich fest und treffen Sie nicht ohne Rücksprache mit den Finanzbehörden eigenmächtige Entscheidungen hinsichtlich Ihrer Steuerverpflichtungen!

Weitere Informationen finden Sie hier:
https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Schlaglichter/Corona-Schutzschild/2020-03-19-steuerliche-Massnahmen.html